Herbstsoirée

Am 27. September begrüßten wir den Herbst musikalisch. Oliver Maar bot mit seinen Gästen ein feinsinnig zusammengestelltes Programm. Die Cremser Selection erfreute das Publikum mit exzellent musizierter Wiener Musik (besonders hervorzuheben: die wunderschönen D-Tanz von Johann Schrammel) und regional Typischem, etwa die Kamptaler Rauscher-Phantasien, von „Prinzipal“ Peter Franz Rauscher komponiert und getextet. Die Marillen-Lieder sind im Einzugsbereich der Wachau sowieso ein Muss! Andreas Voit steuerte selten gespielte und musikalisch anspruchsvolle Zitherwerke bei und brachte mit seiner Virtuosität das Publikum zum Staunen. Wo sich Können mit Musikalität paart, hört man gerne zu, auch wenn die Stücke nicht zum Mitschunkeln einladen. Hausherr Oliver Maar bot – augenzwinkernd und einfühlsam – mit verschiedenen mechanischen Instrumenten Brücken und Fortführungen, schloss an das Zitherstück Naturstimmen einen Landler an, brachte nach der Elegie Tränenreich das Publikum mit dem französischen Chanson Seele des Poeten zum Schmunzeln oder komplettierte den knackigen Rittergeschichten-Marsch der Cremser Selection mit den Rittersleut-Gstanzeln. Zuletzt durfte man bei Aber g´rebelt muaß er sein einstimmen.  

Danach gab es Brot, Trauben, Wein (danke an Franz Peter Rauscher, der neben der Musik auch den Weinbau beherrscht!) und gute Gespräche, bevor der Hausherr zu einer Führung durch die Ausstellung bat. Unversehens waren drei Stunden vergangen und rundherum zufriedene Menschen verließen das Wunderwerkel mit der Zusicherung, wiederzukommen!