Wollten Sie schon einmal tanzend durch die Zeit reisen? Am 25. April, dem Jahrestag unserer Eröffnung, wurde das Wunderwerkel zur Zeitmaschine: „Von Galopp bis HipHop – Werkelmann Oliver Maar spielt auf“, war das Motto unseres Frühlingsballes. Durch ein Glas Frizzante zum Aperitiv gestärkt, betraten etwa 40 Tanzpaare erwartungsvoll unseren festlich geschmückten Ballsaal. Im traditionellen Auftanz, von einem kleinen Ballorchester begleitet, begegnete man freudigen Gesichtern und eleganten Kleidern, Trachten, Nostalgiegewändern. Nach dem Einzug wechselte der Hausherr an sein „fahrbares Blasorchester“, ein Wiener Trompetenwerkel von Ferdinand Molzer aus dem Jahr 1882, und stimmte einen Marsch an, bevor es „Alles (Donau-)Walzer“ hieß. Anglaise und Quadrille, die Modetänze des 19. Jahrhunderts, wurden von Pia Brocza, Expertin für historischen Tanz nähergebracht, für die Anleitung der Volkstänze sowie der in Wien beliebten Polka française war Else Schmidt angereist. Das Dinner (Dank an den Kamptalwirt Martin Haimerl für seine legendären Schnitzel, für feinstes Ragout und mediterranen Nudelsalat!) wurde musikalisch untermalt vom Ensemble „Wiener Konfekt“: zwei Zithern und Bassgitarre. Anschließend durfte man eine Charleston-Einlage von Sandra und Benjamino (www.somelikeithot.at) genießen, bevor es wieder hieß, selbst die Beine zu schwingen: Von Schellack und Pianola begleitet, ritterten unsere Gäste in einer „Charleston-Challenge“ um die Pfauenfedern, die im Anschluss auf der Terrasse verliehen wurden: Mit Drehorgelmusik und bengalischem Feuer!
In der zweiten Tanzpause gab es Punschschnitten, Sacherwürfel und Zimtschnecken aus Conny´s Cafe – die letzte Atempause vor der wirklich heißen Werkeldisco! Um Mitternacht konnten wir bei Clara Zeiszls (www.feuertanz.at) Show sogar einen Blick in die Zukunft richten: Ihr Tanz im Lichterkleid und die Jonglage mit schwebenden Stäben wirkten furturistisch und gleichzeitig so sympathisch-natürlich! Die funkig-funkelnde Drehorgelmusik in der Geisterstunde regte die Gäste zu fantasievollen Bewegungen mit phosphoreszierenden Stäben an, sodass unser Ball als „son et lumiere“-Veranstaltung zuende ging.
Unser Frühlingsball war für uns schon im Vorfeld ein spannendes Abenteuer: Woher bekommt man 60m² Tanzboden? Wie macht man es Gästen bequem, wenn sie nicht tanzen wollen? Wie kann das Essen ohne offenem Feuer warm gehalten werden? Nun wissen wir das und noch mehr – ob es wohl noch ein zweites Mal gibt?
